Albert-Schweitzer-Schule Darmstadt

Zusammenarbeit mit CKRS-Architekten

Städtebau
Ein Raum bildender und Identität stiftender Stadtbaustein vermittelt zwischen Grünzug und Stadtraum. Es entsteht ein neuer Stadtbaustein für die Bildung in einer Reihe von Freizeit-, Bildungs- und Kultureinrichtungen.
Die neue Albert-Schweitzer-Grundschule in Darmstadt setzt sich aus zwei rechteckigen Vo­lumen zusammen, die durch eine Verschiebung zueinander einen ruhigen und gut geglie­derten Baukörper sowie gefasste Außenräume ausbilden.
Diese städtebauliche Setzung erzeugt auf der stadtzugewandten Seite in Richtung Hinden­burgstraße einen Vorplatz als geschützten Bereich zum Ankommen, Bringen und Abholen. In die Gestaltung der grünen Pflanzbeete integrieren sich Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Roller, sowie Sitzgelegenheiten für Schüler_Innen und Eltern. Neu gepflanzte Bäume schaffen Aufenthaltsqualität in diesem Auftaktraum und erzeugen zusammen mit dem Stra­ßengrün einen Filter zwischen Hindenburgstraße und Schulhaus. Die Sporthalle wird in die Kubatur des Schulhauses integriert, großzügige Verglasungen hin zur Hindenburgstraße belichten die Halle und eröffnen Einblicke von außen.
Auf der anderen Seite, zum Park hin orientiert, entsteht ein gefasster und gut proportionier­ter Pausenhof, der von den Gemeinschaftsbereichen, Foyer und Mensa unmittelbar erreich­bar ist. Der Pausenhof ist ein geschützter Bereich für die Kinder, der sich gleichzeitig durch eine gelungene Anbindung und einen sinnvollen Übergang zur Parklandschaft der Albert- Schweitzer-Anlage auszeichnet.

Architektur und Nutzung
Die Schule wird vom stadtzugewandten Vorplatz über einen überdachten Eingangsbereich betreten. Das Foyer ist ein heller, offener Raum, der zur Westseite des Gebäudes durchge­steckt ist und so bereits unmittelbar nach Betreten des Hauses Ausblicke in Richtung Pau­senhof und Park ermöglicht. Die Mensa gliedert sich direkt an das Foyer und kann je nach Bedarf einfach zugeschaltet, bzw. abgetrennt werden.
Der Eingangsbereich der Grundschule ist als Multifunktionsbereich konzipiert, der durch seine flexible Ausstattung Raum für unterschiedliche Nutzungsszenarien bietet.
Im Erdgeschoss befinden sich auch die Kunst und Musikräume der Schule, die sich zusam­men mit der Mensa zur Parklandschaft und dem geschützten Garten-Schulhof hin orientie­ren und ein Lernen in einer ruhigen, grünen Atmosphäre ermöglichen.
Die Schüler_Innen betreten das 1. OG über eine zweigeschossige Sitztreppe mit Oberlicht, die den Bereich des Foyers mit der offenen Lernlandschaft im Obergeschoss verbindet und Blickbezüge ermöglicht. Ein zentrales Motiv des Entwurfs ist die Unterbringung der gefor­derten Lern- und Ganztagsbereiche der Schule auf einer Ebene. Es entsteht eine offene, verbundene und flexibel nutzbare Lernlandschaft, die von allen Schüler_Innen gleichbe­rechtigt und ohne Barrieren genutzt werden kann.
Zwischen den beiden Clustern verortet, bildet der Nachmittagsbereich mit frei zugänglicher Mediathek das Zentrum der Lernlandschaft im Obergeschoss. Dieser Bereich bietet eine Art Forum, in dem sich die Kinder nachmittags zum Spielen und gemeinsamen Lernen treffen können.